DFJW – Entdeckungstag

Diehl Aerospace, Frankfurt am Main: Bruchhandlung ohne Folgen, Klasse 9d der Max-Planck-Schule

„Die Bewerbung um eine Teilnahme am Deutsch-Französischen Entdeckungstag war erfolgreich. Die Klasse 9d der Max-Planck-Schule erhielt so Gelegenheit, die Firma Diehl Aerospace GmbH am Betriebsstandort in Frankfurt/M kennenzulernen. Gespannt lauschten die insgesamt 28 Schüler, die von Klassenlehrerin Minou Hammann und Politik und Wirtschaft-Lehrer Franz Zoth begleitet wurden, der Begrüßung der für das Marketing zuständigen Referentin Melanie Rose.

Bald schon wurde das Wort an Softwareabteilungsleiter Ralf Küstner (42) - er ist schon 17 Jahre bei Diehl Aerospace tätig - abgegeben, der in einem sehr informativem Vortrag einen Einblick in das tägliche Firmenleben gab. Diehl Aerospace ist unter den Top Ten der Zulieferer für Flugzeugzubehör. So werden von Diel Aerospace, einem Gemeinschaftsunternehmen von Diehl und dem französischen Konzern Thales, beispielsweise Schließmechanismen für Türen, die Innenbeleuchtung, die Steuerung der Flügelklappen und zahlreiche Einzelstücke für die Cockpit-Grafik hergestellt. Größter Abnehmer ist Airbus.

Auch das derzeit größte Passagierflugzeug, der Airbus A380, wird von Diehl Aerospace bestückt. “Es ist schön zu wissen, dass man einen winzig kleinen Teil zu solch einem Projekt beigetragen hat, dass man dazu beigetragen hat, dass so ein tonnenschweres Objekt überhaupt fliegen kann”, erklärt Ralf Küstner begeistert.

Damit ein Flugzeug auch fliegen darf, gibt es zahlreiche Tests unter Notfallbedingungen, die bestanden werden müssen. Aber nicht nur die Flugzeuge haben Tests zu bestehen: auch die Mitarbeiter des Unternehmens müssen die ein oder andere Prüfung ablegen. Manchmal gibt es auch innerhalb des Unternehmens zu überwindende Schwierigkeiten: in einem deutsch-französischen Unternehmen sind Kommunikationsschwierigkeiten nichts Außergewöhnliches. Aber mit Seminaren, Geduld und Verständnis wurde über die Jahre hin ein angenehmes Betriebsklima aufgebaut, das eine gute Nationen übergreifende Zusammenarbeit ermöglicht.

Anschließend folgte für die Schülerinnen und Schüler ein Rundgang durch die Produktion, in der zahlreiche Feinmechaniker, Mechatroniker und Elektroniker in Gleitzeit arbeiten. Hier herrscht zu jeder Zeit volle Konzentration; Fehler in Grafikkarten auszubügeln ist eine Arbeit, die nur mit ausreichend Fingerspitzengefühl und einem Mikroskop erledigt werden kann, da im Laufe der Zeit die einzelnen Bauteile unglaublich winzig geworden sind. “Nicht nur, dass eine immer höhere Rechenleistung auf solchen Karten erforderlich ist - sie sollen gleichzeitig auch noch möglichst klein und vor allem leicht sein”, erzählt Michael Lorek und sein Kollege Wolfgang Morgenstern verrät, dass jedes einzelne, eingesparte Gramm für den Preis von höchster Bedeutung ist.

Der eindeutige Höhepunkt des Tages, den nicht einmal das äußert schmackhafte, gesponserte Mittagessen in der hauseigenen Kantine übertrumpfen konnte, war der Flugsimulator. Kaum einer hatte sich vorstellen können, dass das bloße Fliegen einer virtuellen Maschine so schwer wäre. Die Landung selbst schafften nur eine Hand voll Schüler, die deswegen auch einen kleinen Preis ausgehändigt bekamen. Für die anderen endete der spaßige Testflug ausgeteilt wurden.“

Kimberly Harl, Klasse 9d